Wie begrüßen Sie Ihre neuen Azubis?

Schon bald beginnt das neue Ausbildungsjahr. Wie gestalten Sie in Ihrem Unternehmen den Einstieg in das Berufsleben? Gibt es Traditionen, liebgewonnene Begrüßungsrituale oder Präsente? Ist der Tag geplant und klar strukturiert? Oder agieren Sie spontan nach Tagesverfassung?

Wir alle erinnern uns an unseren allerersten Arbeitstag, oder? Ich erinnere mich noch sehr genau an dieses Gefühl – an meinem neuen Arbeitsplatz, vor dem Computer, zwischen lauter sehr beschäftigten, fremden Menschen, in einer neuen Stadt und dem Gedanken „Das ist der erste Tag von meinem zukünftigen Leben“.

Es ist ein besonderer Tag für jeden Einzelnen und daher sollte er so gestaltet werden, dass er gut in Erinnerung bleibt. Bei uns im adata Team steht am ersten Tag das Ankommen im Fokus. Wir begrüßen gerne mit Blumen, nehmen uns Zeit für Fragen und Organisatorisches, organisieren ein Kennlern-Mittagessen mit allen Azubis und statten die Neuankömmlinge mit Arbeitsmaterialien aus. Unser Wunsch ist es, dass unsere Azubis sich an ihrem ersten Tag willkommen und auf gar keinen Fall überfordert fühlen.

Wie sich so ein erster Tag wirklich“ anfühlt, können wir uns oft nicht vorstelllen oder haben es vergessen.

Gern teilen wir mit Ihnen die Gedanken unserer Auszubildenden Deborah zu ihrem ersten Ausbildungstag, denn häufig hilft uns ein bewusster Perspektivwechsel die Prioritäten neu zu setzen – auch und besonders in der Personalarbeit.

Kribbeln im Bauch – Mein erster Ausbildungstag

von Deborah Krumbach, Auszubildende Dialogmarketing, 2. Ausbildungsjahr

Können Sie sich an dieses undefinierbare Kribbeln im Bauch erinnern?
Ein neuer Abschnitt im Leben beginnt und Sie haben ein klares Bild vor Augen, wie es im schlimmsten Fall nun weitergeht:
Sie kommen in dem Betrieb an und werden als „die Neue oder der Neue“ vorgestellt und im Prinzip interessiert sich nicht wirklich jemand für Sie und Ihre Person, Sie werden so hingenommen und es wird von Ihnen erwartet, dass Sie den ersten Schritt machen und sich selbstständig Aufgaben suchen.
Es ist ein Horrorszenario, dass Sie sich selbst ausdenken, nur damit Sie am Ende des Tages nicht enttäuscht werden.
An meinem ersten Ausbildungstag hatte ich mir genau dieses Szenario ausgemalt, obwohl es keinen Grund für diese negativen Gedanken gab, denn bei dem Vorstellungsgespräch waren alle freundlich zu mir. Letztendlich sollte dieses Szenario auch nur ein Gedanke bleiben. Am Anfang war ich dennoch sehr nervös, sodass ich nicht wusste, ob dieses Kribbeln im Bauch nun vor Übelkeit oder vor Freude ist. Der Blick auf das Gebäude ließ mich kurz erstarren, sollte ich umdrehen und nicht zurückblicken? Niemand hat mir einen Grund für diesen Gedanken gegeben, ich musste über meinen eigenen Schatten springen und anfangen zu begreifen, was für eine Chance mir hier geboten wird.
Der erste Schritt ist der schwerste Schritt, aber dieser Moment ging so schnell vorbei, sodass ich mich an meine Gefühlslage nicht deutlich erinnern kann, es war Nervosität, Übelkeit und Freude zugleich, doch in einem unbeschreiblichen Mischverhältnis.
Ich trat ein, die Empfangsdame schenkte mir ein Lächeln und ein nettes „Guten Morgen, du kannst dich gerne in den Raum setzen“, so wusste ich, wo und das ich überhaupt erwartet wurde und stand nicht im Flur wie bestellt und nicht abgeholt.
Die nette Begrüßung und das freundliche Auftreten des Arbeitgebers und der Kolleg*innen ließ dieses Kribbeln schnell verblassen und ich fühlte mich sehr gut aufgenommen, die übrig gebliebenen negativen Gedanken veränderten sich in ein positiv warmes Gefühl, die Übelkeit verschwand und ich begann, mich wirklich auf die Zeit hier zu freuen.
Eine kleine Vorstellungsrunde, mit dem Arbeitgeber, den Abteilungsleitungen und den weiteren Auszubildenden ließ einen nicht gleich überfordern und gab einem das Gefühl verstanden zu werden, denn es sind so viele Namen und Gesichter, die man sich merken muss, da ist es schön, dass einem die Chance geboten wird, erst einmal nur eine kleine Auswahl an Mitarbeitern kennen zu lernen.
Man übergab uns, den Neuankömmlingen, eine Schultüte, einen Begrüßungsordner und einen Ordner für die Berichtshefte, es war alles organisiert und ich fühlte mich gleich willkommen, denn wir wurden wirklich erwartet und ich hatte das Gefühl, dass man sich auf uns freut.
Damit sich die Auszubildenden besser kennenlernen konnten, wurden wir zu einem Essen eingeladen, das hat uns die Gelegenheit geboten, ein Gespräch anzufangen, denn wer sitzt gerne zusammen an einem Tisch und unterhält sich nicht?
Nachdem wir essen waren und uns ein wenig beschnuppern konnten, haben wir unseren Arbeitsplatz zugewiesen bekommen. Es war alles so neu, doch durch das herzliche Erscheinungsbild des gesamten Betriebs schon so vertraut.

Der erste Tag war vorbei und nun konnte es endlich losgehen…

Danke für Deine Offenheit, liebe Debby! 

Die Intensität dieser Gefühle hatte ich tatsächlich im Laufe der Zeit vergessen … Umso wichtiger erscheint es mir heute, diesen Tag geplant, mit Zeit und gut organisiert zu begehen.

Falls Sie im On-boarding-Prozess immer mal wieder an Ihre Grenzen stoßen, Ausbildungspaten genau am betreffenden Tag Urlaub haben oder Notebooks erst Tage später zur Verfügung stehen, sprechen Sie uns an und lassen Sie sich durch passende Software helfen.

Wir wünsche Ihnen eine erholsame Sommerzeit und einen guten Start in das neue Ausbildungsjahr.

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